Astonishia Story PSP Review / Test
Der Name Astonishia Story wird für den einen oder anderen kein Unbekannter sein. Der Titel aus Korea wandelte schon zuvor seine Pfade etwa auf dem PC ab, konnte aber nie eine grössere Fangemeinde aufbauen. Ubisoft hat sich nun entschlossen, die PSP Umsetzung auch in Europa zu veröffentlichen, was doch dem Abbau der Sprachbarriere zu Gute kommt. Trotzdem bleibt das Game auf Englisch - die Anleitung ist jedoch Deutsch und hilft Anfängern auf den Sprung. Wie sich Astonishia Story in unserem Review gehalten hat, erfahrt ihr hier!
Wie es sich für ein ehrliches Rollenspiel gehört, bietet Astonishia Story dem Spieler eine ansprechende Story. Auch wenn es schlussendlich um das Übliche geht (die Welt vor der Zerstörung durch den bösen Gott retten), macht die interessante erzählte Geschichte einiges her und zieht den Spieler in ihren Bann. Doch alles der Reihe nach…
Gestatten? Kämpfer Lloyd
Die Kurzversion geht folgendermassen: Astonishia ist eine behütete und heile Welt mit Wäldern, Wiesen, Städten und Dungeons. Leider gibt es einige mächtige Artefakte, deren Macht natürlich
das Böse magisch anzieht. Um die Zerstörung der Welt zu verhindern, beschützen Würdenträger der Kirche und ein ganzer Tross Soldaten eines der wichtigsten Artefakte auf einer Reise. Der Spieler übernimmt die Rolle des Lloyd, seines Zeichens Kommandeur und, leider, leider, einziger Überlebender des brutalen Angriffes auf den Konvoi. Man ahnt es voraus: Die Aufgabe des Users besteht darin, den Oberfiesling kalt zu machen, die Kollegen zu rächen und das Artefakt zu sichern. Auf gehts!
I believe I can fly…
Astonishia Story spielt sich komplett aus der Vogelperspektive, wobei die Figuren entweder in Locations direkt oder auf einer Art Karte geführt werden. Die Story wird anhand von Sequenzen in In-Game Grafik und mittels Bildschirmtexten erzählt. Auf seiner Odysee wandelt der Spieler durch zahlreiche Wälder und Höhlen, handelt in Städten oder bekämpft fiese Monster. Das Game bleibt leider die gesamte (eher kurze) Spielzeit über ziemlich übersichtlich, da man meist unweigerlich (oder nur mit kleinen Umwegen) das Richtige tut. Auch wird die an und für sich interessante Story derart lahm erzählt, dass es oft einfach an der Motivation mangelt, weiterzumachen. Dialoge zwischen Spielfigur und NPCs sind oft einfach nur langweilig oder nichts aussagend. Schade, denn es hätte nur etwas Überraschungseffekte gebraucht, um den lustigen Figuren und der geschickten Story Wind einzuhauchen. Leider bleibt Astonishia Story hier konstant an der Oberfläche.
Nebenmissionen und Party
Praktisch alle Rollenspiele bieten dem User kleine Quests, also Nebenaufgaben, welche mit der Story nichts oder wenig zu tun haben. Sie dienen der Unterhaltung oder auch dem Aufpeppeln
der Spielfigur, da das Lösen der Rätsel oft neue Waffen oder Geld bringt. Bei Astonishia Story hat man die Aufgaben weggelassen - jede Herausforderung hat auch mit der Hauptsstory zu tun. Ungewöhnlich, aber nicht unbedingt schlecht, da sich der Zusammenhang der Geschichten oft nicht gleich ergibt. Mit der Zeit schart der User um seinen Lloyd übrigens noch diverse andere Figuren: Zauberer, Elfen, Zwerge und noch andere Charaktere können sich der sogenannten Party anschliessen. Wie bei der Spielfigur selbst auch, kann man die Figuren mit Waffen und Ausrüstung ausstatten. Das Sammeln und Kaufen bzw. Verkaufen von Waffen geschieht meistens in Städten, wo man Händler und Schmiede antrifft. Leider können sich die Mitstreiter auch einfach so aus dem Staub machen und die teure Ausrüstung ist weg - enttäuschend und irgendwie unpassend.
Rundenbasierte Action
Gekämpft wird bei Astonishia Story in einem rundenbasierten System. Egal ob man auf der Karte einem Bösewicht nicht schnell genug ausweicht oder in einer Location zufällig in einen Kampf gerät, der Ablauf ist stets derselbe. Beide Parteien (die Bösen sowie eure Party)
kommt in eine Art Kampfarena. Danach wechseln sich die Spielfiguren in ihren Aktionen ab - es wird also rundenbasiert gespielt. In jeder Runde hat der User (oder Computer) die Möglichkeit, sich zu bewegen oder mit Zauber, Schwert oder Heilkunde den Feind zu malträtieren oder Freunden zu helfen. Da die Aufstellung der Figuren bei jedem Kampfstart anders ist, ergeben sich erstaunlich interessante Schlachten. Auch wenn “rundenbasiert” oft etwas langweilig tönt: Bei Astonishia Story machen die Fights durchaus Spass, zumal die Steuerung sehr intuitiv und angenehm gestaltet wurde. Schade ist hingegen, dass taktische Möglichkeiten nicht voll ausgenutzt wurden: Zwar ist es auch in diesem Spiel von Vorteil, wenn Bogenschützen nicht die vorderste Linie bilden, aber der Winkel der Attacke hat keinen Einfluss auf den Schaden. Auch wer von hinten zuschlägt, verletzt den Feind nicht mehr als von vorne. Wie sagte schon Oscar Wilde: “A real friend stabs you in the front”. Lasset und also Freunde sein.. ;)
Starke Figuren in schwacher Grafik
Rollenspieltypisch kann man seine Figur vom schwachbrüstigen Jüngling zum muskelstrotzenden Kämpfer oder starken Zauberer aufpuschen. Die nach jedem Kampf oder Rätsel fälligen Erfahrungspunkte darf man dabei frei auf die Charaktere der Party verteilen. Nichts Neues im
Westen also. Dargestellt wird die ganze Sache übrigens in einer an den Gameboy erinnernden, sehr “quadratischen” Engine. Während die Aussenwelten oft mit Detailverliebtheit überzeugen können, wirken die Häuser in den Städten alle.. nun ja, quadratisch. Dass Astonishia Story nicht mehr das jüngste Spiel ist, merkt man hier deutlich. Trotz allem handelt es sich nicht um ein Actionspiel, so dass man die Grafik nicht zu hoch bewerten darf, zumal besonders die Kampfeffekte durchaus zu gefallen wissen. Was allerdings echt übel ist, sind Ladezeiten an diversen Stellen - egal ob mitten im Spiel oder zu Beginn jeder neuen Runde. Technische Mängel bei einem Spiel dieses Alters? Nö, danke.
Fazit
Astonishia Story ist ein grundsätzlich nettes Spiel, dass jedoch in fast allen Bereichen Abstriche machen muss. Technisch eher veraltet, stören Ladezeiten, das Suchen von Höhlenausgängen sowie eine schlecht präsentierte Story. Dass Steuerung und Kampfsystem durchaus okay sind, nützt dem Titel leider auch nicht viel mehr. Trotz meiner Schwäche für asiatische Rollenspiele muss ich leider sagen: Sorry, eher weniger.
Mehr Screenshots gibts hier!

USK: ab 6 Jahren
PEGI: 12+
Multiplayer: 1 Spieler
Sprache: Anleitung D/F, Spiel E
Preis: CHF 79.-
Website: www.ubi.com
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marcel
Dem Fazit muss ich recht geben denn das ist mein erstes rollenspiel (und glaubt mir ich habe sehr viele rollenspiele durchgezoggt) wo man auf level 20 den endboss mit fast ohne probleme platt macht und das angriff sortiment ist sehr winzig (naja abklatsch eben) ;-(