Juiced: Eliminator Sony PSP Review / Test

8. August, 2006 von Simon

Juiced: Eliminator Sony PSP ReviewJuiced ist Freunden der schnellen Fahrweise sicherlich ein Begriff. Die Franchise um das Game ist nach dem ersten Tuner-Hype von Need for Speed und dem Film The Fast and the Furious entstanden und konnte sowohl auf PC als auch auf Konsolen ganz gut mithalten. Mit Juiced: Eliminator erhält jetzt auch Sonys Handheld eine eigene Version, welche mit dicken Boliden und neuen Fahrteams auftrumpft. Mehr im Review!

Nach The Fast and the Furious enstand ein wahrer Tuner Hype. Obwohl der Film nur eine sehr oberflächliche Sicht auf die ganze Tunerszene gab und die Rennen grauenhaft und Holywood-mässig aufblies, liessen sich doch viele in den Bann der schnellen Karren ziehen. Das zeigt sich bis heute: Auch der dritte Teil, Tokyo Drift, scheint ein voller Erfolg zu werden - trotz seichter Story. Juiced: Eliminator kommt da vielleicht gerade zur richtigen Zeit, um auch PSP Usern mit Slicks, neuen Felgen und dickeren Motoren so richtig einzuheizen.

Wohlbekannte Pistenflitzer
Das Wichtigste an einem Rennspiel wie Juiced sind natürlich die Boliden. THQ hat hier einen Mittelweg zwischen Enttäuschung und Freude gefunden: Zwar sind gleich 9 neue Juiced: Eliminator Sony PSP ReviewKarren mit dabei, die anderen wurden jedoch unverändert aus den Vorgängern übernommen - wohl aufgrund teurer, schon bezahlter Lizenzen. Aber wer sich nicht so mit Autos auskennt, dem wird es wohl egal sein, mit welchem Nissan er genau um die Kurven kratzt. Wie immer ist eine illustre Auswahl an Fahrzeugen mit dabei: Von deutschen Modellen (Golf) über Amerikaner (Dodge, Chevrolet) bis hin zu den obligaten Japanern (Mitsubishi, Honda) darf man sich an real existierenden Wagen erfreuen. Auch sonst hat sich THQ nicht lumpen lassen und noch 16 (!) neue Strecken dazugepackt. Es folgen neue Teams, Austragungsorte sowie Fahrer. Toll!

Bekanntes Spielprinzip
Am Prinzip hat sich wenig geändert: Man beginnt mit einem eher schwachen Wagen, arbeitet Juiced: Eliminator Sony PSP Reviewsich durch Siege langsam hoch und darf sein Auto mit zahlreichen Tuningmassnahmen noch besser machen. Juiced: Eliminator zeigt sich hier variantenreich und bietet vom Chiptuning über getönte Scheiben bis hin zu Motor- oder Reifenupgrades einfach alles an. Echte Rennfahrer freuen sich besonders darüber, dass nicht nur neue Artikel eingebaut werden können, sondern auch vorhandene verändert und auf gewisse Strecken angepasst. So ist das Fahrverhalten je nach Reifenwahl oder Getriebeeinstellungen tatsächlich anders und hat einen grossen Einfluss auf die Chancen mit dem Fahrzeug. Zum Tunen und auch Fahren steht euch euer Rennteam zur Verfügung, das mit der Zeit an Erfahrung gewinnt und stärker wird. Mit der Zeit ist es auch möglich, eigene Leute fahren zu lassen um mit geschickt plazierten Wetten dick Kohle einzufahren.

Give me your Pink slip!
Der Pink Slip bedeutet soviel wie die Fahrzeugpapiere und damit den Besitz des Juiced: Eliminator Sony PSP ReviewFahrzeugs. Wie in den Filmen darf man nicht nur Kohle auf den Sieg verwetten, sondern auch die Karrossen. Dies allerdings nur in “inoffiziellen Duellen”, die man ab einer gewissen Respektsgrenze angeboten bekommt oder anderen Fahren anbieten kann. Der Clou: Diese Wägen sind schon stark getunt und oft ergattert man den einen oder andern Trumpf für den eigenen Rennstall. Der Fairness halber werden die Fahrzeuge ihrer Leistung nach in Klassen eingeteilt, so dass keine PS-Monster gegen Serienfahrzeuge mit 30 Pferdchen antreten. Der eigene Respekt ist übrigens wichtig: Je fairer man sich verhält, desto freundlicher ist die Konkurrenz - wer hingegen rempelt und schubst auf der Fahrbahn, hat bald keine Freunde mehr.

Du, ich hatte da nen kleinen Unfall..
A propos Rempler: Wer schlecht fährt, risikiert so manchen Schaden am Fahrzeug. Das Juiced: Eliminator Physikmodell überzeugt dabei auf der ganzen Linie: Je nachdem, wie man das Auto in eine Mauer oder einen Gegner setzt, gibt es Dellen, ausfallende Elektronik oder gar zerbrochene NOz-Flaschen. Leider führt das hervorragende Modell aber nicht zu finanziellen Folgen, da die Autos sich sozusagen “automatisch” reparieren. Grafisch werden die Schäden aber sehr gut dargestellt. Allgemein wirken die Wägen detailliert und auch Strecken und Menüs machen einen sauberen Eindruck. Einmal mehr macht die Konsole selbst der Grafikpracht leider einen Strich durch die Rechnung: Die Ladezeiten sind erneut ziemlich mühsam und trüben den Spielspass. “Ein Spiel zwischendurch” wird dadurch leider etwas zur Floskel…

Fazit
THQ liefert mit Juiced: Eliminator ein sehr gutes Rennspiel ab. Technisch gibt es, bis Juiced: Eliminator Sony PSP Reviewauf die Ladezeiten, wenig auszusetzen - das besonders gute Schadensmodell setzt dem Ganzen sogar noch das i-Tüpfchen auf. Die verschiedenen Rennmodi, neuen Strecken und gut fahrbaren (und dennoch unterschiedlichen!) Autos erfreuen das Herz eines jeden Motorsportfans. Auch das nach Herzenslust getunt und gebastelt werden darf, ist wirklich erfreulich. Wer lieber gegen menschliche Gegner fährt, darf übrigens auch online mit bis zu 6 Kontrahenten um die Wette rasen. Schade hingegen sind einzelne Aussetzer beim Fahrverhalten sowie die unlogischen, sich-selbst-reparierenden Wagen. Eine klarere Entscheidung in Richtung Realismus oder Funracer hätte diesem Spiel dann definitiv aufs Treppchen verholfen.

Mehr Screenshots gibts hier!
Wertung Juiced: Eliminator Sony PSP
USK: ohne Altersbeschränkung
PEGI: 12+
Multiplayer: 6 Spieler
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 67.-
Website: www.juiced-racing.de

 

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