GTA: Vice City Stories PSP Review / Test
12. November, 2006 von Simon
Auf dieses PSP Game haben wohl mehr Spieler gewartet, als auf die Hälfte aller anderen Spiele zusammen. Grand Theft Auto: Vice City Stories ist der indirekte Nachfolger von Liberty City Stories, DEM meistverkauften PSP Spiel. Nachdem wir euch schon tonnenweise News, neue Screenshots, Gerüchte und Details über die Story bringen konnten, ist das Game nun seit einigen Tagen auf dem Markt. In unserem Review erfahrt ihr, ob der ganze Hype berechtigt ist, oder nicht.
Vielleicht an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung des Spielprinzips für Leute, die tatsächlich ihren Einstieg in die Welt von GTA (Grand Theft Auto) noch nicht gefunden haben. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Nobodys, der sich in einer riesigen Stadt frei bewegen kann. Autos und Motorräder sowie andere Fahrzeuge (Quads, Boote, Hubschrauber) sind Freiwild, das heisst, man kann jederzeit den Fahrer herauszerren und das Fahrzeug übernehmen. Als Teil der Unterwelt von Vice City (so der Name der Stadt), gilt es zahlreiche Missionen auszuführen, um Geld zu scheffeln, Waffen zu kaufen und sich hochzuarbeiten.
Was ist neu?
Am Spielprinzip hat sich seit LCS also nicht viel geändert. Trotzdem gibt es zahlreiche Detailverbesserungen, die mehr oder weniger Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Darunter
fallen etwa neue Fortbewegungsmittel wie Hubschrauber oder Jetskys, grössere Missionen, natürlich eine komplett neue Stadt oder die Möglichkeit, eigene Läden zu eröffnen. Doch beginnen wir doch von vorne: mit der Story.
In Vice City Stories übernimmt der User die Rolle von Vic. Als Mitglied der Army muss sich Vic mit einem durchgeknallten Vorgesetzten (Martinez) herumschlagen, um Geld für seine Familie (der schräge Bruder Lance sowie die drogenabhängige Mutter) zu verdienen. Schon nach wenigen Coups geht die Sache schief und Vic sitzt auf der Strasse. Von hier startet eine wilde Story quer durch eine Miami-artige Stadt der 80er Jahre. Transvestiten, sentimentale Latinos, korrupte Polizisten - Rockstar zieht einmal mehr sämtliche Register an schrägen Protagonisten.
Wie immer wird die Story anhand von Cutszenes erzählt, die vor und nach jeder Mission die Geschichte vorantreiben. Über die Qualität dieser Szenen lässt sich natürlich nicht streiten. Absolut professionelle Animationen und sehr gute Sprecher machen sie wie schon bei Liberty City Stories zu einem Erlebnis. Ohne weit vorgreifen zu wollen, muss man allerdings sagen, dass die gesamte Story dramaturgisch nicht sehr interessant ist. Trotz der genialen Zwischensequenzen schleppt sich die Story von Mission zu Mission zu verpasst es irgendwie, wirklich dramatische Ereignisse zu bringen.
Rollin’ rollin’ rollin’
Während der Aufträge und Missionen von diversen Figuren wird hingegen die übliche
GTA-Abwechslung geboten. Als Vic spielt man in Zombie Filmen mit, übernimmt feindliche Geschäfte, rast um Zeitlimiten, erledigt Stuntarbeit oder verhindert einen Herzinfarkt des alten Herren eines Geschäftskollegen. Über fehlende Abwechslung darf man sich hier wirklich nicht beklagen. GTA-typisch gibt es auch neben den Story-Missionen zahlreiche Möglichkeiten, sich das Leben unterhaltsam zu gestalten. Nebst diversen Rampen für Stunts, unzähligen Strassenecken und Winkeln sowie Fahrzeugen zum Ausprobieren, bietet Vice City Stories neu die Möglichkeit, eigene Geschäfte zu eröffnen. Jagt man das Fahrzeug einer gegnerischen Gang in die Luft, strömen die Gangmitglieder aus dem Geschäft und werden erledigt. Danach muss man nur noch das Interieur mit dem Baseballschläger bearbeiten und schon steht das Geschäft zum Verkauf. Es bleibt dem Spieler überlassen, ob er dann mit Schutzgelderpressung, Prostitution, Schmuggel, Drogen oder anderen illegalen Aktionen den Lebensunterhalt verdient. Wichtig: Je mehr Geschäfte man besitzt (und je besser diese ausgebaut sind), desto mehr Kohle gibt es jeden Tag. Damit ist Vice City Stories erstmals auch ein GTA-Spiel, indem man von Beginn weg viel Geld sammeln kann.
Waffen, Boote, Spitäler, Cops
An Waffen gibt es diverse neue Geräte auszuprobieren. Mit der Zeit lassen sich immer mehr Knarren freischalten, wobei auch der Preis für die neuen Wummen (Minigun, Raketenwerfer,
Flammenwerfer, usw.) natürlich steigt. Nebst Waffen benötigt man passende, fahrbare Untersätze. Vorhanden ist auch hier so zimelich alles: Familienkutschen, Sportwagen, Militärlastfahrzeuge, Hubschrauber (neu), Boote, Jetskys, Fahrräder, Polizeit Motorräder. Sämtliche Fortbewegungsmittel überzeugen einmal mehr durch eine gute Physik und steuern sich sehr unterschiedlich. Das Herumfahren in diversen Fahrzeugen ist immer noch ein Spassfaktor, der seit dem ersten GTA ungebrochen gilt.
Wer im Beisein der Polizeit Mist baut, wird natürlich von den Cops gejagt. Dabei steigt mit jedem Verbrechen der Fahndungslevel. Wird man zu Beginn nur von Streifenfahrzeugen gejagt, folgen mit der Zeit Hubschrauber, Kastenwagen, ja sogar Panzer. Wer also mit der Langeweile zu kämpfen hat, sollte am besten mal abspeichern und sich dann mit der Polzei anlegen. Macht Spass!
Was ist denn jetzt wirklich neu?
Eine gute Frage. Vice City Stories ist ohne Frage ein absolut tolles Spiel und je weniger man sich zuvor mit der GTA-Serie beschäftigt hat, desto fesselnder wirkt das Spielprinzip mit seiner totalen Freiheit. Wirklich geändert hat sich im Vergleich zu Liberty City Stories aber eigentlich nichts. Logischerweise wurden hunderte von Detailverbesserungen vorgenommen, neue Fahrzeuge eingebaut, die Physik verbessert, grafisch aufgemotzt und an den tollen Missionen gefeilt. Allerdings hat es Rockstar verpasst, die Serie auf einen neuen Level zu heben, indem wirklich etwas Neues eingebaut wurde. Die wohl grösste Änderung sind die eigenen Geschäfte, welche aber am Spielprinzip aber kaum etwas ändern. Anstatt Story Missionen erledigt man dann halt Aufträge für seine Geschäfte. Bei all der Vorfreude trübt dieser Fakt die Spielfreude bei GTA-Kennern vielleicht etwas. Allerdings darf man diesen Krititpunkt auch nur gelten lassen, wenn man sich über diverse Spiele mit der Serie beschäftigt.
Sound und Grafik: Top!
Rockstar hat es im technischen Bereich geschafft, das Spiel praktisch zu perfektioneren. Die
Fahrzeugmodelle sind noch detailreicher, die ganze Stadt wirkt lebendiger, hunderte von Gebäuden und Landschaftsbildern fügen sich genial zu einem riesigen Spielplatz zusammen, wo man sich so richtig austoben darf. Dazu kommen sehr gute Soundeffekte, Sprecher (und Synchronsprecher), die ihren Namen auch verdient haben und natürlich, wie könnte es anders sein, ein oskarwürdiger Soundtrack. In jedem Fahrzeug bietet sich die Qual der Wahl aus mehreren Radiostationen, die nicht nur durch sehr gute 70er Musik (mit bekannten Namen wie etwa Phil Collins), sondern auch durch extrem witzige Werbungen und Moderatoren überzeugen. In einem Satz: Vice City Stories gibt auf der technischen Seite keinen Anlass für Kritik.
Fazit
Nach der wochenlangen Vorfreude und der UMD endlich im Laufwerk weiss ich nicht so recht, was ich von diesem Spiel halten soll. Klar, es handelt sich ohne Zweifel um eines der besten PSP Spiele, die mir je unter die Finger gekommen sind - das bestätigen auch zahlreiche andere Reviews, Lesermeinungen und Wertungen in Onlineshops. Persönlich bin ich aber nach unzähligen Stunden in LCS aber bereit für etwas Neues, da sich das (zwar absolut geniale, aber mittlerweile doch bekannte) Spielprinzip für mich etwas abgelutscht hat. Allerdings ist es gerade dieser Fortschritt, der dem Spiel fehlt. Vice City Stories bietet eine gute, wenn auch etwas fade Story; geniale Zwischensequenzen und technische Perfektion; ein umwerfendes Gameplay, wenn man sich nach langer Abstinenz oder überhaupt das erste Mal damit beschäftigt. Trotz einiger kleiner Enttäuschungen hält Rockstar aber, was sie versprechen und liefert mit diesem Spiel ein weiteres Highlight für die PSP ab.
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USK: ab 16
PEGI: 18+
Multiplayer: 6
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 79.-
Off. Website: www.rockstargames.de/vicecitystories/









14. November, 2006 um 2:24 pm
Wie kann man seinen eigenen Sound ins spiel laden?schickt mir bitte eine mail…danke
10. November, 2007 um 10:05 am
hier ich möchte die andere stadt habeen doch ich bekomme die irgendwie nicht muss ich alle 100 luftbalonks sammeln oder was.
10. November, 2007 um 10:07 am
schik mir wenn es geht eine email.
19. November, 2007 um 10:11 pm
ja spiel doch einfach die missionen weiter,dann kommst noch früh gnug in die andere stadft,des hat nix mit den luftballons zu tun