M.A.C.H. Review / Test
Vor ein paar Monaten kündigte Vivendi mit M.A.C.H. - Modified Air Combat Heroes eine Art Rennspiel in der Luft an. Im Unterschied zu Wipeout gibt es aber auch noch einiges zu ballern, da die Mitflieger ebenfalls nicht vor Raketeneinsatz zurückschrecken. Arcade ist also angesagt, und das nicht zu knapp. Wenn ihr erfahren wollt, wie sich das Game von Kuju Entertainment im Test geschlagen hat, dann… wagt es und lest weiter!
Um es vorne weg zu nehmen: Das Spielprinzip hinter M.A.C.H. ist uralt. Wie bei unzähligen anderen Renn- oder Flugspielen grabscht sich der User einen Flieger, gewinnt ein paar Rennen, steigt auf, erhält bessere Geräte und Waffen bis er am Ende das Ass der Asse im Luftkampf besiegt. Die Entwickler haben sich also nicht die Mühe gemacht, besonders innovativ zu sein. Bekanntlich sind innovative Ideen aber auch nicht immer sehr erfolgreich, weshalb wir erst nach einem Blick auf das Gameplay urteilen wollen.
Ein kleiner Ausblick auf das .. kleine Arsenal
Innerhalb der ersten Minuten von M.A.C.H. gewinnt man relativ schnell einen
Überblick über das komplette Spiel. Die Fliegerei gibt sich nämlich ziemlich kompakt, da nur fünf verschiedene Karten bzw. Levels integriert wurden. Dafür kann man sich als Gegenleistung mit 11 Düsenjägern in die Lüfte begeben, wobei diese natürlich wiederum mit diversen Goodies etwas individualiserbar sind. Langweilig sollte es so oder so nicht werden, da gleich fünf Schwierigkeitsgrade für Unterhaltung sorgen - sollten. Denn leider bemerkt man doch ziemlich schnell, dass (egal bei welchem Schwierigkeitsgrad), die Feinde immer an derselben Stelle lauern. Das nennt sich sonst auch Gedächtnistraining.
Links! Nein rechts! Ach sch…
An Modi sind lediglich das normale Rennen sowie der Dogfight vorhanden - für beide braucht es
keine weiteren Erklärungen. Wer seine Flugkünste auf die Probe stellen möchte, darf aber auch noch gegen die Zeit antreten (Rally-like) oder möglichst geschickt möglichst viele Münzen auf einem vorgegebenen Kurs einsacken.
Gesteuert wird der Flieger wahlweise per Analogstick ode Steuerkreuz, wobei die erste Variante klar besser ist. Die Flugzeuge reagieren schnell und direkt, so dass die Rennen durch Canyons
und Schluchten wirklich Spass machen. Nur die etwas zu klein geratenen Levels stören etwas, da man besonders bei Dogfights immer mal wieder gegen eine Begrenzung knallt.
Aufgelockert wird die Fliegerei durch zahlreiche Power-Ups, die man aufsammeln kann. Von verbesserten Motoren über Knarren und Raketen ist eigentlich alles dabei, was sich das Spielerherz wünscht (und was man meistens zuvor schon irgendwo gesehen hat). Nichts Neues dabei, aber die Umsetzung geht in Ordnung.
Grafisch top, spielerisch…?
Die Modified Air Combat Heroes können bis hier noch nicht wirklich überzeugen. Was
dem Game aber wirklich einen tollen Pluspunkt auf der Bilanz beschert, ist die grafische Umsetzung. Schnell, detailreich und absolut ruckelfrei werden sowohl Flugzeuge als auch Umgebungsgrafik präsentiert.
Soundtechnisch macht M.A.C.H. einen durchschnittlichen Eindruck. Es gibt die üblichen Schiess- und Fluggeräusche, dazu relativ schnelle und actionreiche Sounduntermalung.
Fazit
Die gute technische Umsetzung wäre eigentlich der ideale Ausgangspunkt gewesen, um ein ansprechendes Spiel zu produzieren - nur leider wurde auf dem Weg zum Release so Einiges vergessen. Nebst der Story (es gibt keine!) fehlt es auch komplett an neuen Ideen, wobei sogar noch relativ klar abgekupfert wurde. Schade, da die Fliegerei eigentlich Spass macht und mit ein paar Monaten mehr an Entwicklungszeit sicher massiv hätte aufgepeppt werden können. So liefert uns Kuju Entertainment leider ein Game, dem es, abgesehen von reinem Gameplay und Grafik, so ziemlich an allen Ecken und Enden nach Hilfe schreit. Fünf Spielkarten in einem Vollpreisspiel? - Sagt alles.
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USK: ab 12 Jahren
PEGI: 12+
Multiplayer: 8
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 79.-
Off. Website: www.machpsp








