Death Jr. 2: Root of Evil Review / Test

Death Jr. 2: Root of Evil ReviewKonami zum Zweiten: Nach dem eher mässigen Death Jr. schickt sich der Publisher an, mit Death Jr. 2: Root of Evil erneut schwarzen Humor en Masse zu streuen. Wie es nicht anders zu erwarten war, ist erneut ein Action-Adventure voller skurriler Charaktere, abgedrehter Story und lustiger Grafik entstanden. Was die Spielbarkeit anbelangt, zeigen sich jedoch leider auch im zweiten Teil Schwächen. Mehr dazu in unserem Review.

Kurz zur Story: In Videosequenzen erfährt man vom garstigen, pflanzlichen (und sehr lebendigen!) Übel, dass Gevatter Tod ausgerechnet in einer Burgerbude erwischt. Was wie ein Missverständnis zwischen alkoholisierten Barbesuchern aussieht, ufert aus und bedroht (einmal mehr) die Welt. Obwohl destruktiv veranlagt, obliegt es nun dem Sohn des Todes, genannt Death. Jr., den holden Planeten zu retten.

Gestatten: Tod und Freunde
Death Jr. 2: Root of Evil ReviewWer Death Jr. El Numero Uno verpasst hat, darf sich jetzt kurz durchs Spielprinzip lesen. Als junger Tod und ab und zu auch als dessen Freundin, Pandora, kämpft man sich durch witzige und abwägige Welten. Bewaffnet ist man mit Sense und Stahlkette, allerdings kommt meistens schwereres Geschütz zum Einsatz: Knarren, Raketenwerfer, Pumpguns. Alleine die Aufzählung deutet darauf hin: Death Jr. 2: Root of Evil ist ein waschechtes Actiongame, dass durch die Storysequenzen einen leichten Adventure-Touch erhält. Wiederum mit von der Partie sind die Hamster (oder wohl besser Lemminge), die mit Sprengstoff bestückt hordenweise Feinde mit über den Jordan nehmen. Worms-Freunde erinnern sich bei jedem Einsatz grinsend an explodierende Schafe oder Killerbananen.
Grundsätzlich hat sich im Vergleich mit Teil Eins leider nicht viel verändert. Ein paar neue Combos und Specials sind zwar hinzugekommen (Grill- und Eisknarren etwa), allgemein enttäuscht das an und für sich innovative Spiel aber durch ideenlosen Waffeneinsatz.

Springen, Klettern… Zielen
Aufgelockert wird die Ballerei durch Jump’n'Run Passagen. DJ kann wie im ersten Teil nicht nur Death Jr. 2: Root of Evil Reviewspringen und klettern, sondern schwingt sich mit Sense (bzw. mit Kette bei Pandora) quasi von Balkon zu Balkon. Die Sequenzen sind zwar aufgrund der etwas pingeligen Steuerung manchmal frustrierend, sorgen aber trotzdem für Abwechslung.
Einmal mehr gibt jedoch die Kamerasteuerung Anlass zur Kritik. Das Problem ist bei Third-Person-Spielen so alt wie das Genre selbst: Schon bei Thomb Raider fehlte einen manchmal der Überblick. Die Entwickler haben zwar nun die Möglichkeit eingebaut, die Kamera per Hand zu justieren. Dadurch segnet man deutlich weniger das Zeitliche - Konami hat also mehrheitlich richtig reagiert. Nur führt die neue Methode leider bei hektischen Situationen immer noch eher zu Verwirrung als zu mehr Übersicht. Es wäre interessant zu erfahren, wie der Betatest ausgefallen ist - vermutlich hatte man einfach nicht mehr genug Zeit oder Geld, um das Steuerungssystem nochmals komplett zu überarbeiten.

Schräg, schräger, Death Jr. 2: Root of Evil
Während sowohl Story als auch Design eher lahm starten, nimmt die Abwechslung mit Death Jr. 2: Root of Evil Reviewsteigendem Schwierigkeitsgrad zu. Immer skurriler werden die Welten, witziger die Charaktere und durchgeknallter die Gegner. Oder hat einer von euch schon mal gegen wilde Hühner, angriffslustige Besen oder irre Spielzeuge gekämpft? Gegen Ende des Games trifft man auch auf Bossgegner, die aber im Vergleich mit den sonst anstürmenden Feinden nicht einmal eine speziellen Taktik verlangen.
Optisch macht Death Jr. 2: Root of Evil eine gute Figur, auch wenn man grafisch auf der PSP schon Besseres gesehen hat. Die Texturen wirken oft etwas undeutlich und besonders zu Beginn hält sich die Abwechslung in Grenzen. Spannende Charaktere und farbige Wunderwelten retten aber die Präsentation über weite Teile des Games. Im Bereich Sound und Akkustik kann DJs Abenteuer kaum mehr besser werden: Gute Effekte, glasklare (und vor allem englische!) Sprachausgabe. Auch an den Videos gibts nicht viel zu Nörgeln.

Fazit
Death Jr. 2: Root of Evil ReviewKonami hat eindeutig dazugelernt. Vieles, was man den jungen Tod in Teil Eins ankreiden konnte, wurde zumindest teilweise überarbeitet und verbessert. Trotzdem hapert es noch an verschiedenen Ecken und Enden. Death Jr. 2: Root of Evil wirkt eher wie eine verbesserte Neuauflage denn ein guter Nachfolger. Für Fans von abwechslungsreichen Welten voller schwarzer Humor bietet sich hier die Gelegenheit, nochmals ein spassiges Actionadventure zu bestreiten. Wer aber schwache Nerven und mit pingeligen Sprungsequenzen seine liebe Mühe hat, lässt lieber die Finger von diesem Game. Ansonsten ruhig mal antesten.

Wertung Death Jr. 2: Root of Evil
USK: ab 12 Jahren
PEGI: 12+
Multiplayer: 2
Sprache: Deutsch
Preis: 34.89 EUR /CHF 69.-
Off. Website: www.konami-europe.com/

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