SOCOM: U.S. Navy Seals - Fireteam Bravo 2 Review / Test
Sony setzt weiter auf seine SEALS und schickt sie auf der PSP erneut in den Einsatz gegen die Fieslinge dieser Welt. In SOCOM: U.S. Navy Seals - Fireteam Bravo 2 erwarten uns deshalb wieder taktische Action, ein ausufernder Mehrspielermodus sowie Detailverbesserungen, die man von einem guten Nachfolger erwarten darf. Um euch die Qual des Lesens zu ersparen: Dieses Game lohnt sich sowohl für Kenner als auch Neueinsteiger. Und jetzt zeigt etwas Anstand und lest diesen Text zu Ende!
Details im Review.
Die SOCOM Serie ist auf der PS2 eine Institution. Als Mischung aus gut spielbarem Actionshooter mit starkem taktischem Einschlag haben sich die Games rund um die amerikanische Elitetruppe der SEALS eine grosse Fangemeinde eingehandelt, die seit einiger Zeit dank Fireteam Bravo auch portabel ihrer Terroristenhatz frönen darf. Mit Fireteam Bravo 2 versucht Sony an den Erfolg des Vorgängers anzuknüpfen.
Dreck, fliegende Kuglen, Deckungsfeuer
Die US Navy SEALS sind bekannt dafür, jeweils die übelsten Jobs wie Aufklärung hinter feindlichen Linien oder verdeckte Operationen auszuführen. Wie aus dem Film:”Falls Sie versagen, wird die Regierung jegliche Kenntnis ihrer Mission abstreiten.” Das Ziel: Terroristen,
Drogenkartelle und sonstige Bösewichte ausfindig machen und zerstören. In Fireteam Bravo 2 übernimmt der User deshalb einmal mehr die Rolle von Sandman, der zusammen mit einem Kumpel im Singleplayermodus eine Missionen nach der anderen abarbeitet. Ein grosses Story-Gefühl kommt dabei wie schon beim Vorgänger nicht auf, aber die Missionen sind auch so motivierend genug. 14 Einsätze gilt es zu absolvieren.
Gespielt wird aus der Third-Person-Perspektive, wobei man den Mitstreiter durch Kommandos indirekt steuern darf. Nebst diversen Stati (Feuer frei, Deckung geben, usw.) lässt er sich via Knopfdruck auch an bestimmte Orte schicken. Ausgerüstet ist man mit allem, was die US Navy so zu bieten hat: Moderne Gewehre, Granaten und sonstige Gadgets. Auch die Steuerung des eigenen Charakters hat sich kaum verändert, was aber auch nicht nötig war: Bereits der Vorgänger beruhte auf einem ausgeklügelten Steuerungssystem, dass die Mankos der PSP in Punkto Analogsticks problemlos wettmachte.
Ein Blick auf die Karte…
… hilft meistens weiter, wenn man sich innerhalb der grossen Areale verlaufen hat.
SOCOM versetzt den Spieler in eine fiktive Landschaft, die im Vergleich zum Vorgänger deutlich abwechslungsreicher geraten ist und nicht mehr nur aus sandfarbenen Hügeln und Höhlen besteht. Trotzdem ist der Spielaufbau immer noch sehr linear: Es ist eigentlich immer klar, was wie wo zu tun ist. Viele Freiheiten hat man nicht, weshalb die 14 Aufträge auch relativ schnell erledigt sind. Nebst einem Primär- gibt es dafür meistens auch Sekundäraufträge, die mit kleinen Videosequenzen oder sonstigen Goodies entlöhnt werden. Es lohnt sich nicht nur deswegen, die kleinen Nebenmissionen zu erledigen, sondern auch um das Spielvergnügen etwas in die Länge zu ziehen. A propos in die Länge ziehen: Leider fehlen auch dieses Mal Checkpoints oder Autosaves. Ein Scheitern bedeutet deshalb “noch einmal”, was besonders bei komplexeren Missionen doch etwas nervt.
Multiplayer! JUHU!
Fireteam Bravo war schon vor gut einem Jahr ein echter Vorreiter was Multiplayer
auf der PSP anbelangt. Es übertrug praktisch alle Möglichkeiten der PS2 Version auch auf die portable Konsole. Natürlich steht Version 2 dem in nichts nach. Auch hier gibt es eine gute Kartenauswahl, diverse Modi (inklusive drei neuer) und bis zu 16 (!) Spieler je nach Modus/Karte. Zudem greifen die Entwickler erneut auf ein Feature zurück, dass bisher kaum in einem Game Anwendung gefunden hat: Dank der Headset Unterstützung kann man während der teambasierten Kämpfe miteinander sprechen. Das unterstreicht natürlich auch den Clan-Gedanken, wobei eine Clan- und Statistikoption gleich mit eingebaut wurde. Wer noch kein SOCOM Heatset hat, kann dies dank einer speziellen (leicht teureren) Ausgabe von SOCOM: U.S. Navy Seals - Fireteam Bravo 2 gleich dazukaufen.
Hey da drüben ist was Grünes!
Wie schon erwähnt hat sich die grafische Qualität gegenüber Teil 1 deutlich verbessert. Zwar greift Fireteam Bravo 2 auf dieselbe Engine zurück, die Entwickler haben sich jedoch
besonders im Texturbereich viel mehr Mühe gegeben. Gebäude wirken nicht mehr alle nur wie Bretterbuden und die Vegetation hat ihren Namen tatsächlich verdient. Im Test war das Spiel zu 99% der Zeit absolut flüssig - leichte Ruckler gabs nur bei grossem Gegneraufkommen. Bei einem Taktikshooter ist das aber sowieso eher selten und deshalb zu vernachlässigen.
Im akkustischen Bereich hat sich kaum etwas verändert. Die Effekte lassen keine Wünsche offen und musikalisch gibt sich Fireteam Bravo 2 sowieso eher zurückhaltend.
Fazit
Wer auf taktische Action steht, kommt an SOCOM: U.S. Navy Seals - Fireteam Bravo 2 nicht vorbei. Die Entwickler haben konsequent Verbesserungen umgesetzt, ohne das Spielprinzip über den Haufen zu werfen. Dass dabei einige Fehler des Vorgängers (Stichwort Checkpoints) leider übernommen wurden, ist zwar schade, aber nicht weltbewegend. Eher enttäuschend ist das vereinfachte Zielsystem, dass die ohne hin schon linearen Missionen eher noch anspruchsloser macht. Lob gebührt ihnen dafür für die verbesserte Optik und dem ausgebauten Mehrspielermodus, der auf er PSP seinesgleichen sucht. Angesichts der nicht sehr grossen Auswahl an modernen Shootern auf der PSP darf man Fireteam Bravo 2 ruhig zum König dieser Disziplin erklären.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |

USK: ab 16 Jahren
PEGI: 16+
Multiplayer: 16
Sprache: D, F, I
Preis: 61.45 EUR /CHF 59.-
Off. Website: www.socom-hq.com/












