Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 Review / Test
Die US Eliteeinheit der Ghosts war schon so ziemlich überall: Nur auf Sonys portabler Konsole noch nicht. Deshalb wird es höchste Zeit, dass auch auf der PSP endlich zivilisierte taktische Action ihren Platz findet. Nach der Eroberung von PC und PS3 wagt sich Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 auch in die portablen Gefielde. Wie Ubisoft die Steuerung hinbekommen hat und was das Game sonst noch so taugt, erfahrt ihr in unserem Review.
Das Ziel von Ubisoft ist klar: Soviel Positives wie möglich der erfolgreichen PC, XBox 360 und PS3 Versionen auf die PSP retten. Gar nicht so einfach, denn auf der PSP wird das Punkten mit genialer Grafik ungleich schwieriger als auf den Next-Gen Konsolen. Auch taktisches Gameplay ist aufgrund der limiterten Buttons nicht so einfach hinzubekommen. Mit diesen nicht ganz einfachen Voraussetzungen im Hinterkopf habe ich das Game in den UMD Schacht geschoben und losgezockt.
Novum: Wo ist das Beivolk?
Zu einer guten Portion Taktik gehört vor allem eines: Teamplay. Doch gerade das werdet ihr in Advanced Warfighter 2 vergeblich suchen. Die Entwickler haben sich, wohl aufgrund der auf der PSP nicht möglichen Komplexität, zu einem radikalen Wandel entschlossen. Zwar startet man immer noch als Scott Mitchell in die Missionen, allerdings immer alleine. Auch die Story
wurde dementsprechend angepasst: Nach einem Helikopterabsturz über Kolumbien muss sich Mitchell nun alleine durchschlagen - inmitten eines feindlichem Drogen- und Waffenschmugglerreviers.
Anfänger wagen sich zuerst an eine Übungsmission, welche die Steuerung erklärt und die Details des Spielprinzips näher bringt. Hut ab, Ubisoft: Die Kontrolle des digitalen Alter Egos ist einigermassen gut gelungen. Die Entwickler nutzen den Analog-Nub für Bewegungen während man die rechten vier Buttons zum Schauen nutzt. Ich persönlich nutze die Steuerung auf anderen Konsolen meist genau umgekehrt, weshalb man sich eine kurze Eingewöhnungszeit gönnen sollte. Danach führt man Mitchell relativ sicher durch die Levels, auch wenn hektische Manöver oft in etwas unorthodoxen Bewegungen enden.
Drohnen, Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge
Während die ersten beiden der oben genannten Waffengattungen auch für euch spielbar sind, gilt letzteres leider nicht. Anders als in den grossen Konsolenversionen kann man leider nicht auf gepanzerte Fahrzeuge zur Unterstützung zurückgreifen. Dank der Artillerie lassen sich aber auch so freundliche Grüsse “von oben” senden. Ebenfalls mit dabei ist die Drohne, mittlerweile zum Klassiker in der GRAW Serie geworden. Die Steuerung ist nicht ganz einfach, aber dafür bietet das komplexe System und überhaupt
Advanced Warfighter 2 ganz schön viele Möglichkeiten.
Genau das Gegenteil ist leider bei den Missionen der Fall. Die limiterten technischen Fähigkeiten des Handhelds haben wohl auch automatisch die Level- und Missionsdesigner abgeschreckt. Tatsache ist: Viel Abwechslung wird nicht geboten. Hier ein Gebäude sprengen, nach dorthin bewegen, diese Personen ausschalten. Durchschnittskost, die man so schon hunderte von Malen gesehen hat. Macht aber trotzdem Spass, da sich taktische Shooter auf der PSP bisher ja mehr als versteckt haben.
KI? Das nennt ihr KI?
Ghost Recon: Advanced Warfighter 2, dessen KI in vielen Belangen unter dem Durchschnitt liegt. Besonders bei Anschleich Situationen gibt es immer wieder komische Momente: Zwar steht man extrem nah am Gegner, dieser bemerkt einen jedoch nicht. Oder man wurde unter Garantie noch nicht gesichtet, steht aber bereits unter Beschuss. Oft ist nicht genau klar, auf was die KI bzw. die gegnerischen Soldaten so reagieren. Aber viel Rechenleistung kann die KI auf jeden Fall nicht verbrauchen, denn die Leistung ist mieserabel. Das stört mit der Zeit etwas, denn im Gegensatz zu intelligenten Gegnern (etwa gar menschliche Spieler im Onlinegame) hat man oft das Gefühl, gegen Plastikfiguren anzutreten.
Grafisch: Net schlecht
Auf Xbox 360 & CO. war (bzw. ist!) Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 ein echter Leckerbissen. Auch die ersten
Screenshots für die PSP Version machten einen extrem guten Eindruck. Diese “first impressions” können sich aber im Laufe des Spiels nur zum Teil bestätigen. Zwar liefern die Entwickler zum Teil sagenhafte Spiegel- und Lichteffekte sowie Texturen - bei vielen Missionen fehlt aber irgendwie die Weitsicht. Zudem sehen gerade die gegnerischen Soldaten irgendwie alle gleich aus. Das verstärkt sogar noch den Plastiksoldateneffekt.. Besser stehts mit dem Sound, der wiederum eine wahre Glanzleistung ist. Komplett eingedeutscht, offeriert das Spiel saubere Effekte und coole Sprachausgabe.
Fazit
Spielerisch muss man bei Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 leider einige Abstriche machen. Allerdings ist es auch schwierig, das Game zu beurteilen, wenn man seine “grossen” Geschwister kennt und weiss, wie ein GRAW 2 aussehen könnte. Das soll jetzt nicht heissen, dass GRAW 2 auf der PSP ein schlechtes Spiel ist. Im Gegenteil: Trotz einiger unterdurchschnittlicher Missionen schliesst man gerne einen Auftrag nach dem anderen ab, jagt Panzerfahrzeuge mit Raketen in die Luft oder schickt die Drohne auf Erkundungstour. In Punkto Steuerung hat Ubisoft gute Arbeit geleistet - ein vermeintlicher Kritikpunkt weniger. Wir empfehlen: Wer sich für taktische Action interessiert, sollte einen Blick auf das Spiel werfen. Wer lieber nur ballert, liegt hier aber falsch.
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USK: ab 16 Jahren
PEGI: 16+
Multiplayer: 2
Sprache: Deutsch
Preis: 45.89 EUR /CHF 79.-
Off. Website: ghostrecon.de.ubi.com/graw2/










15. September, 2007 um 4:34 am
ich hab das spiel, und es ist der hammer!
aber es ist eher taktisch und die auto anvisierung verdirbt einiges.
außerdem ist der ne große steuerungsverzögerung (sogar wenn auf 333mhz)
16. September, 2007 um 10:47 am
warum zeigt ihr ausschließlich screens der 360/ps3/pc version? das verfälscht total das bild… außerdem sind 85% viiiiel zu viel. das spiel ist ungefähr auf dem niveau der psp-umsetzung von rainbow six: vegas! und dann auch noch ohne ohne onlinemodus. ubi soft sollte sich schämen so ein spiel unter dem namen zu veröffentlichen.
16. September, 2007 um 4:12 pm
Die Wertung hätte tatsächlich auch nur 76 sein sollen, die Grafik war aber noch falsch verlinkt.