"Die Lage ist ernst", sagen alle (außer Sony)
13. Juni, 2008 von Jan
Im Moment überschlagen sich die News. Negativmeldungen von der einen Seite, Positivmeldungen von Sony. Harte Zahlen kamen nun Jesse Divnich, Analyst der EEDAR (Electronic Entertainment Design and Research). So lägen die Verkaufszahlen des Mai 2008 ganze 17% unter denen des Mai 2007. Und mit Ausnahme Japans sei auch kein Umschwung zu erwarten. "Dieser Trend wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da wir in der nahen Zukunft keine besonderen PSP-Spiele sehen, die die Hardwareverkäufe für Sony verbessern könnten", so Divnich. Und es geht nicht besser weiter. "Des weiteren lag PSP-Software in den Verkaufszahlen durchweg hinter denen der Next-Gen-Konsolen oder Handhelds. Außerdem war die PSP die einzige Konsole ohne einen Titel in den Top 10 der Verkaufszahlen. Sogar die PS2 schaffte es, sich mit den Verkäufen aus Iron Man in die Top 10 zu schleichen."
Ich versuche ja immer noch, die PSP in einem positiven Licht zu sehen, aber langsam scheint es ernst zu werden. Und ohne die rettenden Zahlen aus Japan, die aber nun irrelevant für den allgemeinen Trend sind, hätte Sony wohl schon mehr tun müssen. Stattdessen gibt es immer noch beruhigende Worte von offizieller Seite. "Die PSP bleibt ein wichtiges Blickfeld für SCEE, und mit einer starken Auswahl an Triple-a-Titeln, Zubehör und Services glauben wir, dass sie weiterhin eine attraktives Angebot für neue und vorhandene Kunden sein wird", so Claire Backhouse, Product Managerin bei Sony Computer Entertainment UK in einem kürzlichen Interview. Doch die richtigen Worte hat sie gewählt, schließlich glaubt sie daran. Schöner wäre es allerdings, wenn die Publisher nicht mehr scheuen würden, auch große Titel auf der PSP zu veröffentlichen und Sony wüsste, dass alles läuft. Denn spätestens, wenn sich in Japan die Lage normalisiert, wird die Lage tatsächlich ernst. (via PSPFanboy.com; PocketGamer.do.uk)