Zeno Colaco: Die PSP hat "wahrscheinlich gelitten"
24. Juni, 2008 von Jan
Lange hat man bei Sony offensichtliche Probleme und Fehler ignoriert oder zumindest nicht offen behandelt und zweifelhaften Lösungen bedient. So will ich z.B. die Go!Reihe nicht unbedingt auf ihren ausgleichenden Faktor gegenüber einem Mangel von Spielen reduzieren, aber der hat sicher eine Rolle gespielt.
So langsam gesteht Sony aber auch offiziell Fehler ein, und das ist einfach mal gut so. Laut Zeno Colaco, Vizepräsident bei Sony Europe für Wirtschaftsbeziehungen zu Publishern und Entwicklern. “Wir müssen die Entwickler-Community wieder für die PSP zurückgewinnen”, so Colaco. Denn das eigentliche Problem sei gewesen, dass man sich wirklich nur auf die Third Party verlassen habe. “Eines der Probleme ist, wenn man sich auf ein Businessmodell verlässt, in dem 25% der Spiele von Sony und 75% von anderen Publishern kommen ist, dass, wenn diese sich neu orientieren, man kein Spielraum hat, dies auszugleichen; so haben wir wahrscheinlich daran gelitten.” Dennoch wurde wieder beteuert: eine Katastrophe sieht anders aus. So sagte Colaco auch, einen Blick in die Zukunft werfend: “Aus meiner Perspektive halte ich für wichtig, den Publishern weiterhin zu sagen, dass man auf der PSP Geld verdienen kann, und das ist etwas, was die nächsten zwei Jahre umso bedeutender wird, während wir die Funktionen des Network entwickeln.”
Auch, wenn ich es für ein bisschen kurzsichtig halte, es nun auf das Businessmodell zu schieben, das nun an allem schuld sein soll, ist es immerhin ein Anfang. Kürzlich musste ich ja schließlich noch schreiben, dass die Probleme “alle außer Sony” sehen… das gehört glücklicherweise der Vergangenheit an. Und Selbsterkennung ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung. (via gamesindustry.biz)
24. Juni, 2008 um 6:10 pm
die psp hat gelitten (gelitten) funny schmeis weg